unter Regattasport

Vom 16. bis 19. August hat das Team DickeBank am Flevo Race vor Muiden teilgenommen. Ihr fragt euch, wer denn hier wohl der Baum war? Gerissenes Großfall, eine Runde verpasst, gerissene Genua, gebrochener Spibaum, Aufgabe der Regatta – Frage beantwortet?

Die Regatta sollte am Freitagmorgen angeschossen werden. Urlaubsbedingt konnten 3 Teammitglieder vom Almere-Cup nicht dabei sein. Aber mit Ronnie und Martin – schon seit dem Pott 2015 dabei und Gregor als „Neuem“ konnten wir mit einer Crewstärke von 8 wieder vollzählig antreten. Klar, das mit 3 neu besetzten Positionen ein bisschen Training nötig war. Zumal Gregor zwar ein sehr erfahrener Fahrtensegler ist- aber Regattasegeln in einer größeren Crew hat mit Fahrtensegeln nur wenig zu tun.

Deshalb haben wir uns schon am Donnerstag mit voller Crew getroffen und die Überführung nach Muiden zum Training genutzt. Schon hier ging es los – nach einer Wende riss das Großfall.

Freitag war dann super Wetter – aber Flaute. Um 13:00 wurde die Regatta dann abgeschossen. Wir haben dann noch auf den Wind um 15:00 zum Trainieren gewartet und uns die Zeit bis dahin mit „Fliegende Crew“ Manöver verkürzt.

Am Samstagmorgen brach dann bereits auf dem Weg zum Regattagebiet in einer Halse der Spibaumbeschlag aus dem Spibaum heraus. Krasser Anfang! Wir haben den Spibaum dann mit Duck-Tape bandagiert und haben in der Hoffnung, dass das hält, den ersten Lauf angetreten. Der erste Lauf war dann prima, die Manöver liefen flüssig und wir waren mitten im Feld mit Anschluß an die ersten 3 Plätze.

Beim 2. Lauf haben wir nicht geschnallt, dass nicht mehr 2 sondern jetzt 3 Runden gesegelt werden – klar, dass mit diesem Fehler nur der letzte Platz drin war.

Im 3. Lauf ist bei der letzten Halse wieder der Spibaum gebrochen. Erstaunlicherweise hatte das Duck-Tape so gut gehalten, das jetzt nicht der Carbon-Baum, sondern der Metallbeschlag gebrochen war. Ohne Spibaum mussten wir die Regatta frustriert abbrechen und sind direkt aus dem Regattagebiet zurück in den Heimathafen Lelystad gesegelt.

Ihr könnt euch vorstellen, wie groß die Enttäuschung war – allen voran beim Skipper. Eine schwierige Situation, weil jedem Bruch letztlich Fehler vorausgehen – entweder war das Boot in einem schlechten technischen Zustand oder das Manöver grottig.

Es ist dann eine Gratwanderung in diesem negativen Gefühl der Enttäuschung möglichst objektiv zu analysieren, was denn jetzt die Ursache war und nicht nur einen „Schuldigen“ zu suchen.

Aber auch solche Erfahrungen gehören dazu. Der Charakter eines Teams zeigt sich eben auch darin, wie es mit Rückschlägen, Enttäuschungen und letztlich Fehlern umgeht. Klar, dass uns abends nicht nach Feiern war, aber lecker gegessen und einige Bierchen haben wir getrunken.

Wir sind jedenfalls Neugierig auf die nächsten Regatten, um zu sehen und zu zeigen was wir gelernt haben.

Liebe Grüße

Wolfgang Doczyck

Letzte Beiträge
X

Unsere Webseite verwendet Cookies. Mehr erfahren

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen