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Einmal Shetlands und zurück

Unser Mitsegler Klaus- Peter Wild hat mit der “Bank von Bremen”, einem Schiff der “Segelkameradschaft Wappen von Bremen” einen Törn zu den Shetland – Inseln unternommen. Die zehn Mann Besatzung (neun Männer und eine Frau ) ersegelten in neun Tagen 1048 Seemeilen.

Bei den Etappen Bremerhaven – Lerwick – Helgoland – Bremerhaven wurde in einem Schichtrhytmus von tagsüber vier und nachts drei Stunden in Schichten zu drei Mann gearbeitet.

Die  “Bank von Bremen” verfügt bei einer Länge von 16,24 m und einer Breite von 4,40 m (Tiefgang: 3,30 m) über keine elektrischen Hilfsmittel für die Arbeit an Deck und Segeln. Dass der Törn gerade aufgrund der teils schweren gemeisamen Arbeit ein tolles Erlebnis war, schildert “Klaupe” in seinem Bericht.

1000 Seemeilen in 9 Tagen – Meine Reise mit der SKWB zu den Shetland Inseln

Mittwochs, nach der Anreise mit dem Zug nach Bremerhaven, ging die Reise mit einem Alarmstart los, da Wind, Tide und die Wetterprognose sehr gut zusammengepasst haben. Mit 10 Knoten! Marschfahrt fuhren wir nach dem Schleusen die Weser entlang Richtung Lerwick. Vorbei an Bohrinseln und Windparks erreichten wir am Sonntag in den frühen Morgenstunden den Hafen von Lerwick. Die Überfahrt war kurz und knackig. Anstrengend war nur die Arbeit auf dem Vorschiff bei 5-6 Windstärken. Das Wechseln der Vorsegel war bei übergehenden Wellen und einem Auf und Ab des Schiffes von 2 Metern sehr anstrengend. Nachdem wir in Lerwick angekommen waren ankerten wir zuerst in einer Bucht, da der Hafen noch belegt war.

Aber ankern bei der SKWB ist nicht einfach ankern, sondern ankern ohne Winsch; nur mit Muskelkraft und Motor. Nach dem Verholen in den Hafen und einem dringend nötigen Besuch der Duschen im Royal Yachting Club erkundeten wir das Städtchen. Am nächsten Tag ging es mit dem Auto quer über die Insel. Nachdem wir abends die Wetterprognose über ein sich näherndes Sturmtief mit Windgeschwindigkeiten von 8-9 Bft vernommen hatten, legten wir sehr rasant ab um dem Sturmtief auszuweichen. Raumschots mit 4 Windstärken ging es Montags abends Richtung Helgoland. Anstrengend bei diesem Stück der Reise war die Hundewache von 2 – 5 Uhr morgens, da es sehr bewölkt war und man sich nur nach den Instrumenten richten konnte. Auch die Kälte war nicht zu unterschätzen, aber durch die guten Tipps meiner Mentoren war ich sehr gut mit Kleidung ausgerüstet. Zu diesem Zeitpunkt waren mir auch schon Seebeine gewachsen was das Leben im Schiff sehr erleichterte.

Wir erreichten Helgoland am Donnerstag im Morgengrauen bei sehr unruhiger See, was das Bergen des Vorsegels und des Großsegels (100qm!) nicht erleichterte. Schließlich schafften wir es doch mal wieder und fuhren in den Hafen von Helgoland ein. Übrigens: für das Setzen und Bergen der Segel benötigt man mindestens 5 Mann Besatzung – also ALL HANDS ON DECK. Nach den Anlegen erkundeten wir die Insel: Lange Anna, Schwimmband und die Bunte Kuh. Abends lud der Schiffer in die Lokalität Störtebeker ein. Freitag morgens nahmen wir die letze Etappe unserer Reise in Angriff. Nach Bremerhaven sollte es gehen. An diesem Morgen war sehr viel Verkehr auf der Weser, was sehr interessant war, da wir sehr aufpassen mussten, dass wir von allen auch trotz AIS gesehen werden und das Schiff unbeschadet sein Ziel erreicht. Gegen Mittag erreichten wir unseren Zielhafen. Die Reise mit der SKWB war sehr aufregend. In diesem kurzen Bericht kann ich leider nicht auf alle Dinge eingehen die gesehen oder erlebt wurden. Nur so viel kann ich sagen: dass ich selten so viele Menschen (10 Mann Besatzung) gesehen habe, die so einen Zusammenhalt zeigten ohne nur ein Wort zu verlieren, für die gute Seemannschaft nicht nur ein leeres Wort ist, sondern die auch gelebt wird – phantastisch. Also bis zum nächsten Segelbericht.

Klaus-Peter Wild

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