unter Regattasport

In diesem Artikel möchten wir euch gerne einen Einblick über die vergangene Saison geben.
Ich (Tim) bin im Laser Standard aktiv, während Pia im Laser Radial an den Start geht.

Wie jedes Jahr wurde die neue Segelsaison mit dem Weihnachtstrainingslager und dem Training zu Karneval von dem SVNRW-Kader in Bandol, Frankreich, eingeläutet. Durch mein anstehendes Abitur musste ich im Frühjahr 2019 jedoch etwas kürzertreten, um mich vernünftig auf die Prüfungen vorbereiten zu können. Pia konnte sich optimal loslegen und freute sich mit ein paar kleineren Vorbereitungsregatten in die neue Saison starten zu können.

In 2019 hatte ich leider immer wieder mit einer hartnäckigen, chronischen Nasenneben- höhlenentzündung zu tun. Mitten im Abitur musste ich zum ersten Mal an der Nase operiert werden. Danach hatte ich zur Regeneration eine Zwangspause, so dass ich ohne wirkliche Vorbereitung und mit einer unzureichenden Physis die Saison begann.

Dementsprechend liefen bei mir auch die wichtigen Regatten im Sommer nicht wirklich gut. Ich bin nicht wirklich zufrieden mit meiner Leistung. Obwohl ich wusste, dass meine Leistungen im Verhältnis zu meinem physischen Zustand respektabel waren, war es nicht einfach, sich mit den Ergebnissen abzufinden. Symptomatisch für meine Saison, war die Junioren-Europameisterschaft in Dziwnow, Polen.

In der Qualifikationsphase ersegelte ich bei einer Fleet Stärke von fast 70 Booten zweimal den 16. Platz und zwei Plätze im Mittelfeld. Mir fehlte aber vor allem im zweiten

Teil der Rennen die nötige Physis, um weiter vorne mit zu segeln. Dennoch schaffte ich den Sprung in die Gold Fleet. In der Gold Fleet konnte ich mich nicht mehr wirklich verbessern. Am Ende stand ein 54. Platz von 136 Starten sowie ein 16. Platz in der U19-Wertung zu Buche.

Zum Jahresende musste ich noch eine zweite OP an den Nasennebenhöhlen über mich ergehen lassen. Erst jetzt im Januar 2020 kann ich langsam wieder ins Athletiktraining einsteigen. Ich kann alle gedrückten Daumen gebrauchen, um endlich gesund in die neue Saison zu starten. Den Wert von Gesundheit schätzt man erst richtig, wenn er fehlt.

Anders dagegen lief es bei Pia. Für Pia fing die Saison bei der YES – Young European Sailing an. Mit ihren 15 Jahren zählt sie noch zu den Jüngsten im Damenfeld Laser Radial und musste sich mit den Olympiaaspiranten Svenja Weger und Pia Kuhlmann messen. Pia schlug sich aber wacker und konnte phasenweise mit den Großen mithalten.

Dann ging es für Pia zum ersten großen, internationalen Wettkampf, der Jugend- Europameisterschaft nach Athen. Nicht nur die hohen Temperaturen waren schwer zu managen, auch der Wind erwies sich als äußerst trickreich. Mit durchwachsenen Läufen und einer starken Konkurrenz, musste Pia einiges an Lehrgeld zahlen.

Sie war mit ihrer Leistung nicht zufrieden, könnte jedoch wichtige Erfahrungen sammeln. In ihrer Altersklasse konnte sie jedoch gut mithalten.

Nach der schwierigen Regatta in Griechenland, folgte noch die Deutsche Jugendmeister- schaft in Travemünde. Hier zeigte Pia gleich mehrere Male ihr Können. In den ersten drei Läufen segelte sie auf die Plätze 12, 14 und 17. bei einem Starterfeld von 86 Booten. Am Ende lag Pia auf dem 34. Platz. In ihrer Altersklasse war sie bestes Mädchen.

Vom DSV wurde sie zum Deutsch- Französischen Jugendaustausch nach Brest eingeladen. Diese zwei Wochen haben ihr sehr viel Spaß gemacht. Pia war eine von 10 deutschen Radialseglern und nahm an der französischen Meisterschaft teil. Zwischenzeitlich lag Pia sogar auf dem 3. Platz. Zwei BFDs sorgten dafür, dass es am Ende „nur“ der 8. Platz (von 29) wurde.

Als Saisonabschluss im Herbst stand bei Pia noch die Deutsche Meisterschaft in Flensburg und die Martinsregatta auf dem heimischen Revier auf dem Plan.

In Flensburg wurde Pia sehr gute 14 (von 28). Bei der Martinsregatta duellierte sie sich zwei Tage lang mit ihrem Teamkamerad Sven Gregor aus dem SVNRW um den Sieg. Nach vier spannenden Wettfahrten musste sie sich nur knapp geschlagen geben und holte den zweiten Platz.

Letztendlich wurde Pia mit der Berufung in den NK-2 Kader für ihre tolle Saison belohnt. Aber auch für mich gab es einen versöhnlichen Jahresabschluss. Auch ich wurde für das zweite Jahr in den NK-1 Kader berufen.

Für das neue Jahr sind natürlich bei uns beiden alle Zeichen auf Angriff gesetzt. Während Pia weiterhin in NRW im SVNRW-Kader trainiert, bin ich bereits vergangenes Jahr an den Olympiastützpunkt nach Kiel gezogen. Hier möchte ich den nächsten Schritt in meiner sportlichen Entwicklung machen.

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