Die Monas an der 6-Seen-Platte

Wie die Monas in den DUYC kam…

Im Frühjahr 2009 müsste es gewesen sein, dass ein ehemaliges Clubmitglied mit der Monas „am Haken“ auf unseren Sattelplatz fuhr, während ich unseren Kielzugvogel gerade für die kommende Segelsaison vorbereitete.

Mein erster Eindruck: Elegantes Boot in sehr gutem Zustand (immerhin Baujahr 1982!), dazu ein Top-Trailer. Mit Heiss-Stropps versehen, war es stressfrei ein- und auszukranen. In der Folgezeit gab es immer wieder Gelegenheit, einmal mit zu segeln und mit der Monas Bekanntschaft zu machen.

Nicht nur der erste Eindruck war positiv, sondern auch der zweite, dritte…! Die Monas entpuppte sich als äußerst komfortable, schnelle und – bei den in unserem Revier in der Regel böigen Windverhältnissen – gutmütige Alternative zum KZV, leicht und zielgenau zu steuern, dabei spontan reagierend auf kleinste Steuerimpulse.

Monas segeln kann man…

…ganz entspannt, z.B. mit einer Tasse Kaffee in der Hand…

Die Monas an der 6-Seen-Platte 1

 

 

 

 

 

 

 

Die Monas an der 6-Seen-Platte 2

…ganz schön schnell

und elegant…

 

 

 

 

 

 

 

Die Monas an der 6-Seen-Platte 3…ganz schön heiß und sportlich…

 

Die Monas an der 6-Seen-Platte 4

…oder einfach total relaxed im Stehen!!!

Im Gegensatz zum KZV bleibt die spontane Reaktion allerdings aus, wenn die Fahrt aus dem Schiff ist. Schließlich ist die Monas etwa doppelt so schwer und hat kein angehängtes Ruderblatt! Da ist es in schwierigen Situationen vorteilhaft, dass der Steuermann alle Fehler allein machen darf, denn die Monas ist als Einhand-Segler konzipiert, mit Focktraveller, Selbstwende- und Rollfock.

Alle für’s Segeln wichtigen Leinen sind ins Steuermanns-Cockpit geführt (Groß- und Fockschot sowie die Travellerschoten), in der Regatta-Ausstattung kommen noch alle Trimmleinen dazu. Da braucht’s dann schon etwas Farbe, damit man nicht durcheinander kommt! In der sog. Duo-Ausstattung kann sie auch mit Vorschoter und Genua gefahren werden. So ausgerüstet geht’s noch höher an den Wind und natürlich noch einmal schneller voran.

Die Monas gefiel uns so gut (meiner Frau Brigitte genauso wie mir), dass wir unser Kaufinteresse signalisierten, falls sich unser Clubkamerad irgendwann von diesem Boot trennen wollte. Im Mai 2011 – nach 27 sehr schönen Jahren mit unserem Kielzugvogel – war es dann soweit, wir wurden handelseinig.

Nach dem Erwerb ging es nun darum, die Monas meinen individuellen Ansprüchen entsprechend umzurüsten, d.h. es mussten zeitgemäße Blöcke, neues laufendes Gut und ein Automatiktraveller für die Großschot her. So ausgestattet hat dieses Boot mich wie auch meine Frau als Mitseglerin zu überzeugten Monas-Seglern gemacht.

Die Monas ist eine tolle Kieljolle, die sich nicht nur sicher, sondern auch schnell und sportlich segeln lässt. Besonderer Clou sind die ausklappbaren Ausreitsitze, die bei stärkerem Wind vor allem auf längeren Schlägen eine zusätzliche und willkommene Trimm-Möglichkeit bieten. Auch in härteren Böen luvt die Monas nicht an und bleibt sehr gut kontrollierbar, wenn man sie arttypisch bewegt. Sie gilt als absolut kentersicher.

Im Frühjahr 2016 schließlich hatte unsere, schon exotisch anmutende Alleinstellung als Monas-Eigner ein Ende, als die zweite Monas in den Club kam. Jörg Meierhöfer war nach einem Probesegeln so begeistert, dass er nicht locker ließ, bis er auch eine Monas sein Eigen nennen konnte.

Nun werden so manche Leserinnen und Leser sicherlich fragen, ob bei allem Lobgesang mögliche Schwachstellen, die ja wohl jedes Boot hat, wegen schwerer Verblendung des Bootseigners übersehen oder bewusst nicht wahrgenommen werden. Dem ist nicht so! Natürlich gibt es ein paar wenige Dinge, die nicht so euphorisierte Seglerinnen und Segler stören könnten:

➢ Gemessen an der Länge der Monas erscheint das Steuermanns-Cockpit etwas klein.

➢ Der Großbaum hängt etwas tiefer als beim Zugvogel, er erfordert bei jeder Wende

eine demütige Verbeugung des Steuermanns.

➢ Mit 8,60 m Mastlänge (reine Masthöhe über Wasser ca. 9,20 m) kann bei Hochwasser-

stand unsere Brücke nicht durchfahren werden.

➢ 1,10 m Tiefgang sind nicht für jedes Revier geeignet

(trifft aber auf viele Kieljollen zu!).

Das war’s dann aber auch schon! Zumindest die ersten beiden Punkte beeinträchtigen den Segelspaß mit der Monas nach kurzer Gewöhnungsphase nicht.

Der Rest ist Segel-Genuss pur!!!

Nachfolgend für Interessierte noch ein paar technische Daten:

> Länge über alles 7,00 m

> Breite über alles 1,90 m

> Tiefgang 1,10 m

> Gesamtgewicht segelklar ca. 650 kg

> Kielgewicht ca. 320 kg

> Segelfläche mit Standard-Fock 22,0 qm

> Segelfläche mit Racing-Fock 23,2 qm

Interesse geweckt?

Wenn ja, bin ich gerne bereit, die Monas beim Probesegeln näher vorzustellen.

Unter www.monas-klassenvereinigung.de findet man umfassende Informationen zum Boot und zu den Menschen, die es segeln. Hier gibt es auch ein Rubrik „Biete/Suche“.

Euer Kurt Pelster

Quellenhinweis: Bilder und technische Daten wurden dem Archiv der Monas-Klassenvereinigung entnommen.

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