Abschlussbericht Worldcup in Palma

Dabei lief die Vorbereitung auf diese Regatta nicht gerade optimal. Nach drei ausgiebigen Trainingsblöcken in Palma im Januar und Februar mussten wir ausgerechnet unmittelbar vor dem Event eine knapp einmonatige Zwangspause einlegen, da Pia Sophie ihre Abi-Vorklausuren schreiben musste und sich obendrein auch noch eine Sehnenentzündung in der Schulter zugezogen hatte. Für uns sollte der Worldcup in Palma daher ein Testevent sein, um zu sehen, wo wir im internationalen Vergleich stehen und woran wir weiter arbeiten müssen. Das Regattaziel hieß „Ausprobieren und Lernen“. Die direkten Vorbereitungstage vor Ort verliefen auch nicht gerade nach Wunsch. Wir wollten noch einige Trainingseinheiten nachholen, wurden aber durch ständigen Starkwind eingebremst. Die Welle stand teilweise so hoch, dass wir mit dem Skiff noch nicht einmal ohne Bruch vom Strand ins freie Wasser hinaus gekommen wären. Die erste Trainingsregatta mit den anderen Nationen lief bei weniger Wind aber ganz gut, sodass wir doch recht optimistisch ins erste Rennen gehen konnten. Nach langem Warten auf Wind bzw. Thermik fanden gleich am ersten Tag drei Rennen bei mäßigem Wind statt. Die Verhältnisse kamen uns entgegen, der erste Start war super, der Speed perfekt, sodass wir konsequent unsere Taktik durchziehen konnten. Und das gleich in allen drei Läufen hintereinander. Platz 6, 2 und 1, das waren unsere Ergebnisse des ersten Tages — Erster Worldcup — Platz 1 nach dem ersten Tag — einfach perfekt! Am zweiten Tag wehte der Wind mit bis zu 12 Knoten schon kräftiger. Wir durften im gelben Laibchen der Führenden starten. Schon ein cooles Gefühl! Uns gelangen mit Platz 9 und 12 noch zwei Top Läufe, sodass wir uns mit Gesamtplatz sieben fürs Goldfleet qualifiziert haben. In den letzten drei Tagen kam dann leider doch wieder der Starkwind zurück. Solche Extrembedingungen mit Böen bis zu 30 Knoten bei sehr hoher Welle haben wir bisher noch viel zu selten trainieren können. Entsprechend hatten wir mit dem Bootshandling und dem Speed zu kämpfen. Taktisches Segeln war für uns bei diesen Verhältnissen leider noch unmöglich. Trotzdem haben wir dabei viel gelernt und sind selbst bei dem Wind im Goldfleet bis zum letzten Tag gut mitgefahren. Schade war letztendlich nur, dass wir am letzten Tag verletzungsbedingt aufgeben mussten. Pia Sophies Schulterentzündung war wieder ausgebrochen und Ann Kristin hat sich, wie sich jetzt in Kiel herausgestellt hat, bei einer Luvkenterung einen Kapselriss am Finger und am Fuß zugezogen. Das Endergebnis lautet: Platz 24 im Goldfleet und ein dickes Lob vom Bundestrainer! Mit solch einem Saisonstart können wir mehr als zufrieden sein und motiviert auf unsere Saisonhöhepunkte, die Junioren-Weltmeisterschaft Ende Juni und die Europameisterschaft Anfang Juli, hinarbeiten.

Ann Kristin und Pia Sophie Wedemeyer

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