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Die Regattasegler im DUYC berichten
Segeln vor der Freiheitsstatue – "Fliegende Holländer" gratulieren zum Geburtstag Anlässlich der 400 Jahr-Feier von New York richtete die FD-Klasse eine Regatta vor der Freiheitsstatue aus. Der Transport der Container wurde von der niederländischen Regierung gesponsert, so dass insgesamt 55 Boote aus neun Ländern, davon 20 aus den Niederlanden und neun aus Deutschland, zu dieser Regatta gemeldet hatten. Die Container wurden dann im Anschluss an die WM in Medemblick gepackt und die Boote verschifft. Da ein solches Ereignis einmalig ist, haben wir, Henner Heeg und ich, uns entschlossen, uns diesen Event nicht entgehen zu lassen. Am 04.09. ging es über Paris nach New York. Die nächsten zwei Tage verbrachten wir mit der Besichtigung von New York. Montags wurde dann das Boot aufgebaut, aber mangels Wind segelten wir nicht mehr.
Dienstag, der erste Wettfahrttag, begann mit den Eröffnungsfeierlichkeiten zur 400 Jahr-Feier. Wegen zu wenig Wind wurde die gesamte FD-Flotte mit Motorbooten den Hudson bis zu dem Flugzeugträger Intrepit am Peer 83 geschleppt, wo wir dann mit mehreren Kriegsschiffen der niederländischen und amerikanischen Marine an der Interpit vorbeigeschleppt wurden, auf der Hilary Clinton, Prinzessin Maxima und Willem-Alexander die 400 Jahr-Feier eröffneten. Obwohl ich kein großer Freund von solchen Auftritten bin, hat mich diese Eröffnungszeremonie vor der Skyline von NY sehr beeindruckt.
Für weitere Bilder bitte Bild anklicken.
Im Anschluss segelten wir zurück zur Freiheitsstatue, wo wir bei sehr wenig Wind die erste Wettfahrt starteten. Das Regattagebiet war sehr klein, da es sich um Hafengebiet mit Berufsschifffahrt handelt. Die Wettfahrtleitung startete uns fast immer mit einem Pathfinderstart. Es dauerte ein bisschen bis wir uns an diese für uns eher seltene Startform gewöhnt hatten. Das Luvfass hatte starke Strömung und das Feld hatte sich sehr wenig auseinander gezogen, so dass wir mit ca. 30 FDs gemeinsam ums Luvfass wollten. Die Physik hatte wieder Recht: "Wo ein FD ist, kann kein anderer FD sein" - so dass man das Geräusch von splitterndem Gelcoat deutlich hören konnte. Der Wind nahm dann zu, so dass es immer einfacher an den Tonnen wurde. Insgesamt wurden an dem Tag drei Wettfahrten gesegelt. Am Mittwoch wurde dann auch wieder sehr früh - 9:00 Auslaufen - gestartet und sogar insgesamt fünf Wettfahrten an diesem Tag gesegelt. Am Donnerstag wurden wegen einem Orkan alle Wettfahrten abgesagt, so dass die erste Wettfahrtserie damit abgeschlossen war. Gewonnen hat NED 32 Bas van der Pol/Marc van der Pol, gefolgt von GER 199 Dirk Bogumil/Michael Lisken. Dritter wurde dann NED 4 Klaas Tilstra/Paul van der Pol. Henner und ich belegten den 36. Platz. Auch am Freitag konnte wegen 9/11 nicht gesegelt werden. Unser Hotel lag direkt neben Ground Zero, so dass wir am 11.09. die Feierlichkeiten (Präsident Obama war in NY) sehr nahe erlebt haben. Diese beiden Tage waren etwas durch Regen und Sturm beeinträchtigt. Wir nutzten die Tage, um NY besser kennen zu lernen. Durch die Festivitäten war es möglich, sich Fahrräder (orangene Hollandräder) auszuleihen, mit denen wir NY erkundeten. Für Amerikaner ist das Fahrrad eindeutig kein alltägliches Fortbewegungsmittel, obwohl es hin und wieder sogar Fahrradwege gibt. Es war auf jeden Fall ein Höllenspaß.
Am Samstag konnten wir dann die zweite Regattaserie mit drei Wettfahrten bei eher leichten Winden segeln. Im Besonderen der letzte Lauf hatte wegen geringem Wind und starker Strömung keine realen Bedingungen. Hierbei ergab sich folgende Platzierung 1. Platz USA Lin Robson/Doug Hamilton, 2. Platz Ned 15 Albert van Vianan/Bas Wulfers und 3. Platz GER 199 Dirk Bogumil / Michael Lisken. Henner und ich belegten Platz 34.
Der Sonntag war dann wieder den Feierlichkeiten gewidmet. Wir hatten mehr eine Statistenrolle und segelten vor einem Raketenabwehrboot, auf dem die Prinzessin Maxima mit Prinz Willem-Alexander war, auf und ab. Danach wurden die Sieger im Battery Park durch Ted Turner - ehemaliger Admirals Cup-Segler und FD-Vorschoter - geehrt. Am selber Tag wurden die Boote verladen und wir flogen auch noch am selben Abend zurück.
Dieser Event war das unglaublichste, was ich je bei Segelevents erlebt habe. Die Segelbedingungen und das Revier waren bestimmt nicht optimal, aber vor der Skyline von New York und in greifbarer Nähe der Freiheitsstatue zu segeln, ist ein unvergesslicher Eindruck.
07.10.09/ Knall die Schot dicht - Edwin (GER 41)
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