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Berichte vom Fahrtensegeln
Fahrtensegeln einmal anders... Segelnd, aber diesmal nicht auf eigenem Kiel, wollten drei Ehepaare aus der Fahrtenseglerabteilung des Duisburger Yacht-Clubs das Ionische Meer überqueren. Paul und Irmgard Tausch, Wilhelm und Wilma Klapdar und Gert und Heide Käding hatten sich verabredet, auf der "Lili Marleen", einer Barkentine, von Catania auf Sizilien zum Pelepones und dann durch den Golf von Corinth nach Piräus, dem Hafen von Athen, mit zu segeln.
Die "Lili Marleen" wurde 1994 gebaut. Der langjährige Kommandant der "Gorch Fock", Kapt. z.S. Immo von Schnurbein, hatte starken Anteil an der Auslegung des Seglers. Die "Lili Marleen" sollte alle guten Eigenschaften der Bark "Gorch Fock" haben, mit kleiner Besatzung gesegelt werden und bis zu 50 Passagiere aufnehmen können. Das Ziel wurde erreicht, die Barkentine (rahbesegelter Fockmast, Gaffelsegel am Großmast und am Besanmast) kreuzt seither auf allen Meeren der Welt.
Unter der Führung ihres Kapitäns Schneidewind, ebenfalls lange Jahre Kommandant der "Gorch Fock", ging die Reise von Catania direkt nach Osten nach Katakolon, einer kleinen Hafenstadt auf dem Pelepones. Dort bestand die Möglichkeit, das alte Olympia zu besichtigen. Fortgesetzt wurde der Törn mit dem Ziel Ithea, einem kleinen Hafen im Golf von Corinth, von dem schon vor mehr als 2000 Jahren Pilger zum Orakel von Delphi aufbrachen. Schließlich sollte noch der Kanal von Korinth passiert werden, jedoch hatten starke Regenfälle in der Nacht zuvor soviel Geröll in den Kanal gespült, daß dieser gesperrt werden musste. Uns bescherte das einen ungeplanten Törn zurück in das Ionische Meer und um den Pelepones herum, um doch noch Piräus erreichen zu können.
Die Übersichtlichkeit dieses "kleinen" Großseglers machte es möglich, bei allen Segelmanövern mit "der Nase mittendrin" zu sein. Viele Gespräche mit den Offizieren, Besuche auf der Brücke und phantastische Vorträge von Kapitän Schneidewind über die Entwicklung von Großwetterlagen und ihre Bedeutung für Großsegler, verbunden mit Hinweisen auf die aktuelle Wetterlage und ihre Auswirkung auf bevorstehende Manöver der "Lili Marleen", brachten engen Kontakt zum Geschehen.
Die Crew vom DUYC bedankte sich bei Kapitän Schneidewind mit einem Wimpel des Duisburger Yachtclubs, der von der zweiten Vorsitzenden unseres Clubs, Frau Wilma Klapdar, überreicht wurde. 01.10.01/Gert Käding
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